Greta Gerwig – ein UU-Filmstar im Interview

Abrufbar unter: UUWorld
Autor: Cynthia Littleton

Greta Gerwig, UU Filmstar, im Interview679px-Greta_Gerwig,_No_Strings_Attached_Premiere
Greta Gerwig spielt die Hauptrolle in dem neuen Schwarzweiß-Film namens „Frances Ha“, in welchem die UU Gemeinde, in der sie aufgewachsen ist, besonders hervor gebracht wird.
Die Schauspielerin Greta Gerwig ist mittlerweile eine der leuchtensten Sterne der „Independent Film“ Szene, wobei sie sich als Drehbuchautor, Direktor und Schauspielerin durch Filme wie „Nights and Weekend“, „Hannah Takes the Stairs“, „Baghead“ und „Greenberg“ etabliert hat.

Gerwig ist mit Direktor Noah Baumbach Co-Schreiber des gerade veröffentlichten Films „Frances Ha“, der von der idealistischen Jagd einer heimatlosen junge Frau um etwas Lebensraum für sich selbst handelt. Frances Reise beinhaltet einen Besuch in Gerwigs Heimatstadt Sacramento, Kalifornien und in der Weihnachtszeit sogar einen Besuch bei der Unitarian Universalist Society of Sacramento Church, welche ihr familiäres, geistiges Heim ist.
Im Zuge einer kurzen Unterbrechung ihrer Werbe-Europatour für Frances Ha, teilte Gerwig mit uns ihre Gedanken über ihr Aufwachsen in einer UU Gemeinde und der Einfluss dieser auf ihr Werk.
UUWorld: Was regte die Entscheidung für einen Besuch in der Sacramento Kirche in dem Film „Frances Ha“ an?
Gerwig: Die Rolle sieht für den Schauspieler einen Besuch in der Weihnachtszeit vor, für den eine Kirchenszene natürlich wirkte. Ich denke, dass die Menschen zumeist in den Ferien die Zeit nutzen um in die Kirchen zu gehen und wir wollten dieses Element in dem Film „Frances Ha“ aufnehmen. Für mich bedeutet das „Heimat“.

UUWorld: Sind sie damit aufgewachsen an der UU Gemeinde teilzunehmen? Denken Sie, dass die Erfahrung ihre Arbeit als Schauspielerin und Drehbuchautorin beeinflusst hat?
Gerwig: Ja, ich bin in eine UU Gemeinschaft hinein geboren worden. Meine Eltern wurden in der UU Society of Sacramento vermählz und ich hatte meine Taufe im Jahr 1983 beim damaligen Gemeinde-Pfarrer Ted Webb. Meine Eltern verließen die Gemeinde in den 1990ern,  sind aber seitdem wieder zurückgekehrt. Meine Mutter spricht in diesem Sinne gerne von einem „Rundgang“, der für fast alle Unitarier zur Natur gehört. Ich denke Religion war immer etwas, was mich als Person eingenommen hat und Unitarismus ist der höchste Ausdruck meines „Möglichen“ und manchmal ebenso Ausdruck andersartiger Gedanken über geistiges Leben. Ich denke die Offenheit der Gemeinschaft erlaubt größere Möglichkeiten des persönlichen Glaubens und persönlicher Ansichten. Dabei ist die Gemeinschaft nicht drückend offen, sondern einfach generell so strukturiert.

UUWorld: Was sind die Elemente der Kirche und ihrer Grundsätze, die am meisten von Ihnen angenommen werden?
Gerwig: Es gibt eine Freundlichkeit und Gelassenheit, die sich selbst in der Gemeinde ausdrückt und welche meiner Ansicht nach unglaublich rar ist, aber der Grundstein jedweder geistigen oder religiösen Praxis sein sollte. Ich liebe es wie offen die Kirche ist, aber ebenso auch, dass sie die Strukturen und die Gemeinschaft der Religion gewährleistet. Ich denke ich werde immer in die UU Kirche zurückkehren, da sie mit etwas tief mit einem Gefühl in mir im Innern resoniert, dass alles was ich weiß ist, dass ich nichts weiß. UnitarierUniversalismus ist der beste Platz für mich um mit der Fülle des Gefühls des nicht-Wissens zu experimentieren.
UUWorld: Wie hat der Pfarrer und die Gemeinde reagiert, als sie hörten, dass sie im Film mitwirken sollten?
Gerwig: Sie waren unglaublich hilfsbereit und gelassen gegenüber dem ganzen Projekt. Sie gaben uns die völlige organisatorische Freiheit und Doug Kraft, der Pfarrer, sowie seine Frau Erica Kraft haben beide durch schauspielern und Musik spielen im Film mitgewirkt. Weitere Mitglieder der Gemeinde haben ebenfalls als Komparsen mitgewirkt.
UUWorld: Steht der „Frances Ha“ Charakter autobiographisch für Sie? Was hat sie und Noah Baumbach dazu gebracht ihre Geschichte zu dieser Zeit zu erzählen?
Gerwig: Frances ist ein völlig fiktionaler Charakter mit sicherlich einigen autobiographischen Elementen. Ich begreife die persönlichen Elemente des Films als Garnitur, als Würze, aber nicht als Mahl. In seinen Knochen ist die Geschichte fiktional und ausgedacht. Sie repräsentiert aber den besten Einsatz meiner heutigen Kreativität.

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