Eine Brücke ins Nirgendwo

Abrufbar unter: UUWorld
Autor: Carey McDonald

Religiöse Mitgliedschaften zu wählen – zählt!

Wenn man einen Blick auf die Rolle des UnitarierUniversalismus im US-amerikanischen Glaubenssystem wirft, so muss man sich vorsichtig mit dem Thema auseinandersetzen, wie unsere Identität als „Religion von Konvertiten“ in Verbindung mit unseren Jugendlichen steht, die unseren Gemeinden aufwachsen. Ich habe die Mitglieder unsere Kirchen für den Verlust von 9 von 10 Jugendlichen, die bei uns aufgewachsen sind, verantwortlich machen hören. Dies ist immerhin eine Umkehrung der Daten über Konversion zum UUismus. Aber dies ist durch eine Reihe von Gründen ein falsch gedeuteter Rückschluss.
Erstens, sind diese beiden Schätzungen nicht unbedingt mathematisch gleichwertig und beziehen nicht die schriftlichen Mitgliederverzeichnisse unserer Kirchen mit ein, welche eine ausbalancierte Nummer an ein- und austretenden Mitgliedschaften zu verzeichnen haben. Zweitens verlassen die meisten US-Amerikaner die Kirche ihrer Kindheit, so dass der Punkt, dass UUs ein Austrittsproblem haben, welches sicherlich ein wichtiges und richtiges Problem ist, Teil einer grundsätzlichen Bewegung aller religiösen Organisationen in diesem Land ist.

Bemerkenswert ist, dass die Anzahl der offiziellen Mitgliedschaften über die Jahre konstant geblieben ist, hingegen hat sich die Anzahl der US-Amerikaner, die angeben ein UU seit 1990 zu sein um 27% erhöht. […]

Als UUs zählen wir unsere offiziellen Mitglieder in einem einzigartig und begrenzten Weg, der systematische alle „Teilnehmer“ ausschließt, die oftmals nur an der Peripherie unserer Gemeinden auftauchen, wie unsere Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Während andere Glaubensrichtungen sich bei der Zählung ihrer Mitglieder auf die wöchentliche Teilnahme  oder auf die Anzahl der Familien in der Gemeinde beziehen, bestehen wir UUs auf der schriftlich fixierten Zählung als grundlegende Definition für die Größe unserer Gemeinschaft. Seit diese Form der Zählung auch dafür genutzt wird die Kirchenabgaben zu bestimmen, gibt es die klare Intention die Anzahl an Mitgliedschaften klein zu halten. […]

Der Unterschied zwischen denjenigen, die sich selbst als UUs identifizieren und unseren offiziellen Mitgliedschaftszahlen, die UUA-Präsident Peter Morales zu seiner „Congregations and Beyond“ Initiative inspiriert hat, sagt mir, dass wir ziemlich gut darin sind, eine religiöse Identität in den jungen Menschen zu begründen, auch wenn manche Kirchen diese Praxis nicht als Ideal zu vertreten scheinen. Unser Verständnis bezüglich unserer religiösen Jugend, welche grundsätzlich in unseren Werten erzogen wird, ist, ist eng in Verbindung mit unseren eigenen Werten und den tatsächlichen Erfahrung ein erwachsenes Mitglied in einer unserer Gemeinden.

Unsere geistigen Führer haben hart in den letzten Jahren gearbeitet, um eine Integration der Jugend in das Herz unserer Glaubensgemeinschaften, unter anderem durch multigenerationale, multikulturelle Publikationsempfehlungen wie „Full Circle: Fifteen Ways to Grow Lifelong UUs“, zu ermöglichen.

Die Forschung durch die „National Study on Youth and Religion“ hat gezeigt, dass Highschool Schüler, die in ihrem Glauben bis zum Erwachsensein bleiben dazu neigen, starke übergenerationale Beziehungen mit Erwachsenen zu haben, die Erwartung an einee vertrauensvollen Arbeit zu Hause und einer denkwürdigen persönlichen Erfahrung. UnitarierUniversalisten haben viele denkwürdige Erfahrungen für unsere Jugendgruppen angeboten, wie Camps, Konferenzen und wir haben bessere übergenerationale Beziehungen durch unser multigenerationelles Pfarramt in den vergangenen Jahren entwickelt. Mein Eindruck ist, dass wir noch einen langen Weg zu gehen haben, um die Glaubensarbeit für zu Hause zu ermöglichen.
Als eine Religion der Konvertiten sind viele unserer Eltern mit einer speziellen Vorstellung von Religion in unseren Gemeinden angekommen und waren zurückhaltend bei der Etablierung gewissenhafter, spiritueller Praktiken für ihre Kinder. Elterliche Andacht ist aber eine große Konstante in der Beibehaltung religiöser Traditionen für Kinder, denn übernommene religiöse Beziehungen können schnell durch individuelle Wahlmöglichkeiten in seinem Einfluss auf religiöse Partizipation überboten werden.

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